Description
Wie verarbeiten Menschen in Ostdeutschland Umbrüche, Verluste und die anhaltende Transformation? Wie sprechen autoritäre Akteure junge Menschen zwischen Dresden und Leipzig an? Vor welchen Herausforderungen steht die Zivilgesellschaft in Sachsen?
Der fünfte Band des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts versammelt unterschiedliche Stimmen zur Lage der Demokratie in Sachsen – aus Forschung, Zivilgesellschaft, Journalismus und Kunst. Er beleuchtet die Strategien rechtsautoritärer und neonazistischer Kräfte und fragt zugleich nach den Ressourcen einer widerständigen und engagierten Gesellschaft. Das Jahrbuch enthält unter anderem folgende Beiträge:
- Manès Weisskircher (REXKLIMA, TU Dresden) zur Mobilisierung der AfD Sachsen gegen Klimapolitik,
- Tobias Prüwer (Freier Journalist, u. a. Kreuzer Leipzig) über die Entwicklung
- sogenannter roter Gruppen in Leipzig,
- Masha Guzzo (Institut für Sozialforschung, Frankfurt a. M.) über die
- Montagsproteste und ihre Teilnehmer in zwei sächsischen Städten sowie
- Charlotte Brandes (RIAS Sachsen) zu antisemitischen Vorfällen an Hochschulen im Freistaat.
Mit Fotografien des Leipziger Künstlers Arthur Zalewski.
Zu den Herausgeber:innen
Prof. Dr. phil. Oliver Decker ist Direktor des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts für Demokratieforschung in Sachsen an der Universität Leipzig. Er ist außerdem Professor für Sozialpsychologie an der Sigmund Freud Privatuniversität Berlin. Seit 2002 leitet er zusammen mit Prof. Dr. Elmar Brähler die Leipziger Autoritarismus Studien (LAS) in Deutschland (bis 2018 Leipziger „Mitte“-Studien).
Dr. phil. Johannes Kiess ist stellvertretender Direktor des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Vergleichende Kultursoziologie und politische Soziologie Europas an der Universität Siegen. Schwerpunkt seiner Forschung sind die Entstehung und Verbreitung politischer Einstellungen und Mobilisierung.
Dr. phil. Piotr Kocyba ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Else-Frenkel-Brunswik-Institut, forscht schwerpunktmäßig zu rechten Protestmobilisierungen und zur illiberalen Zivilgesellschaft mit einem Fokus auf Ostdeutschland und das östliche Europa.
Der Fotograf
Arthur Zalewski ist freiberuflicher Fotograf aus Leipzig mit Schwerpunkt auf Porträt- und Architekturfotografie. In eigenen und kollaborativen Langzeitprojekten arbeitet er dokumentarisch und erstellt Bildarchive zu Menschen und Orten in ihrem sozialen und architektonischen Kontext.







